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NetBlade kommt aufs iPhone

NetBlade ist auf Android groß geworden, wo das System vieles vom Netzwerkgeschehen auslesen lässt. Auf dem iPhone sind diese Türen zu, und eine ehrliche Portierung muss genau dort beginnen: nicht bei dem, was man nachbauen möchte, sondern bei dem, was die Plattform wirklich erlaubt. Die App ist noch nicht ladbar und wir versprechen kein Datum; das hier ist der Stand und die Entscheidungen, die dorthin geführt haben.

Eine Neuentwicklung, keine Hülle

Keine als App verkleidete Webseite: es ist Swift-Code mit SwiftUI-Oberfläche, von Grund auf geschrieben. Heute laufen der Scanner für das lokale Netz, der Portscanner, Ping und Traceroute, DNS- und WHOIS-Abfragen, der TLS-Zertifikatsprüfer, der Subnetzrechner, Wake-on-LAN und der SNMP-Client. Dazu ein SSH-Terminal und ein FTP-Client mit Verzeichnisnavigation, letzterer von Hand geschrieben. Das größte Stück fehlt noch, die Inventarisierung von Windows-Rechnern, und es steht bewusst am Ende, weil es das verworrenste ist: SMB, WinRM und NTLM schreibt man nicht an einem Nachmittag nach.

Warum SNMP zuerst kam

Unter Android liest man die ARP-Tabelle des Kernels, um zu erfahren, welche Geräte im Netz sind: eine fertige Liste aus IP- und MAC-Adressen, die das System ohnehin führt. Unter iOS ist diese Tabelle nicht zugänglich. Die MAC-Adresse verrät den Hersteller, und ohne Hersteller sagt eine Liste von IP-Adressen wenig: zu wissen, dass unter 192.168.1.22 etwas antwortet, ist nicht dasselbe wie zu wissen, dass es eine smarte Steckdose ist. Bleibt, den Router zu fragen, und der Router spricht SNMP. Deshalb war es das erste portierte Protokoll und kein Beiwerk: auf dem iPhone ist es das Rückgrat, das ersetzt, was Android geschenkt liefert.

Den WLAN-Analyser wird es nicht geben

Unter Android listet NetBlade die Netze in der Nähe mit Kanal, Signal und Sicherheit auf und empfiehlt den freiesten Kanal. Auf dem iPhone gibt es das nicht, und das ist weder unsere Entscheidung noch eine Frage der Zeit: iOS bietet keine öffentliche Schnittstelle, um umliegende Access Points zu scannen. Eine App kennt nur das Netz, mit dem sie gerade verbunden ist. Niemand hat eine funktionierende Version, denn es ist keine Frage des Könnens: diese Tür ist für alle zu. Wir sagen es lieber jetzt, als es jemanden nach dem Download entdecken zu lassen, der genau danach gesucht hat.

Inzwischen auf Android

Die Android-Version ist vollständig und in 42 Sprachen bei Google Play verfügbar. Für das iPhone gibt es noch kein Datum: sobald es etwas zum Ausprobieren gibt, schreiben wir es hier.

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